Der Prozess beginnt damit, die Gerste zu befeuchten, damit sie zum Malz keimen kann; das nennt man Mälzen. Das verwendete Wasser stammt aus natürlichen Quellen und bestimmt den endgültigen Geschmack. Wenn das Wasser über Torf geleitet wird, erhält die Gerste ein rauchiges Aroma. Durch regelmäßiges Wenden der Gerste werden Temperatur und Keimung kontrolliert. Früher erfolgte dies manuell auf einem Malzboden, ein arbeitsintensiver Vorgang, bei dem die Gerste alle vier Stunden rund um die Uhr gewendet werden musste. Heute geschieht dies mechanisch in Trommelmälzereien. Nach einer Woche ist die Gerste bereit für die weitere Verarbeitung.
Während des Maischprozesses werden die getrockneten Körner in der Mühle fein gemahlen. Anschließend wird Wasser in den Maischebottich gegeben. In dem resultierenden Getreidebrei wird die Stärke im Laufe der Zeit in Zucker umgewandelt. Die erhaltene Flüssigkeit nennt man Würze. Durch regelmäßiges Rühren trennt sich die Flüssigkeit von den festen Bestandteilen. Die festen Bestandteile (Treber) verbleiben im Maischebottich und werden zu Tierfutter weiterverarbeitet.
Der nächste wichtige Schritt ist die Gärung der Zucker. Durch Zugabe von Hefe werden die Zucker in Alkohol umgewandelt, wobei Kohlendioxid freigesetzt wird, das Schaumbildung verursacht. Die erzeugte Flüssigkeit wird 'wash' genannt und hat einen Alkoholgehalt von etwa 7 bis 8%. Das alles findet in einem Washback statt. Traditionell sind diese aus Holz gefertigt, aber viele Brennereien haben sie durch Metallvarianten ersetzt, die leichter zu reinigen und hygienischer sind.
Der letzte Schritt im Whiskyproduktionsprozess ist die Destillation. Die Wash wird in einer kupfernen Brennblase über dem Siedepunkt erhitzt. Jede Brennerei hat ihre eigenen, charakteristischen Kessel. Die Wash wird in der größten Blase, der Wash-Still, gekocht. Alkohol verdampft schneller als Wasser und steigt in ein gebogenes Rohr (lyne arm), wo er wieder zu Flüssigkeit kondensiert. Dieses Produkt, die low wines, enthält etwa 25 % Alkohol. Die Flüssigkeit wird ein zweites Mal in der Spirit Still destilliert, wobei Verunreinigungen entfernt werden.
Das Destillat wird in drei Teile getrennt:
1. Vorlauf (foreshot): Enthält niedrigere Alkohole, die giftig sind.
2. Mittellauf (middle cut): Enthält Ethylalkohol (Ethanol) und ist zum Verzehr geeignet.
3. Nachlauf (after-shot): Besteht aus höheren Alkoholen; ein kleiner Teil davon bleibt im Destillat erhalten und trägt zu Aroma und Geschmack bei.
Die Qualität des Destillats wird mit Hilfe des spirit safe überprüft, einer Anordnung aus Glaskammern. Die farblose Flüssigkeit, die übrig bleibt – die Spirit – enthält etwa 60 bis 70 % Alkohol.
Nach der Destillation wird die Spirituose mindestens drei Jahre, oft deutlich länger, in Eichenfässern gelagert. Aufgrund der begrenzten Anzahl an Eichen in Schottland wurden gebrauchte Fässer eingesetzt, etwa Sherry-, Port- oder amerikanische Bourbonfässer. Spanische Sherryfässer waren günstiger als englische Eiche, daher wurden sie verwendet. Als Sherryfässer seltener wurden, stellte man auf amerikanische Bourbonfässer um, die nach einmaligem Gebrauch verfügbar waren.
Sowohl die Brennblasen als auch die Fässer haben großen Einfluss auf Geschmack und Charakter des Whiskys. Sherryfässer verleihen ein sherryartiges Profil, während Bourbonfässer eine Vanillenote hinzufügen. Während der Reifung kann Umgebungsluft ins Fass eindringen und der Spirituose je nach lokalem Klima ein einzigartiges Profil verleihen. Der Anteil der Spirituose, der während der Reifung verdampft, wird als 'Angel's Share' bezeichnet.
Nach dem Reifungsprozess wird die Spirituose mit Wasser verdünnt. Unverdünnter Whisky wird als 'Cask Strength' bezeichnet und hat etwa 60% Alkohol. Wenn die Spirituose aus nur einem einzelnen Fass abgefüllt wird, spricht man von einem 'Single Cask' Whisky. Meistens wird die Spirituose jedoch mit anderen Jahrgängen verschnitten, um Konsistenz zu gewährleisten; die jüngste Komponente bestimmt die Altersangabe auf der Flasche.
Wenn mit Whiskys anderer Brennereien gemischt wird, spricht man von einem 'Vatted Malt' oder einem 'Blend'. Manche Brennereien fügen Karamell hinzu, um die Farbe zu vertiefen; das hat keinen Einfluss auf den Geschmack.
Einige Brennereien lassen die Spirituose nach der normalen Reifung in ein anderes Fass umfüllen, etwa in Port- oder Madeirafässer. Diese zusätzliche Reifung dauert meist 6 Monate bis 2 Jahre.
In den Niederlanden macht der Whiskyverbrauch etwa 90% schottischen Whisky aus, davon 85% blended Scotch und 5% Malt-Whisky. Die restlichen 10% entfallen auf irische, amerikanische und kanadische Whiskeys. Schottische und kanadische Getränke werden als 'whisky' geschrieben, während irische und amerikanische als 'whiskey' geschrieben werden. Obwohl die Produktionsmethoden ähnlich sind, fehlt nicht-schottischen Whiskys das spezifische schottische Klima und der typische Charakter eines Scotch.
Weicht von der Norm ab, da neben Gerste andere Getreidearten wie Hafer und Weizen verwendet werden. Es wird dreimal destilliert
Wir freuen uns auf deine Nachricht! Ob du eine Frage hast, Hilfe bei deiner Buchung benötigst oder mehr über Hotel Zee en Duin erfahren möchtest, unser Team ist für dich da. Fülle bitte das untenstehende Formular aus und wir melden uns so schnell wie möglich bei dir.
Alternativ kannst du uns per [email protected] kontaktieren oder uns unter +31 71 401 3320 anrufen.
Haben Sie Fragen? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.